Ganzheitliche Konzepte zur Kulturlandschafts-Entwicklung


 

 

Durch die „Angewandte Pflanzensoziologie für den Naturschutz“ wird nur einem Teil der landschaftsbezogenen Herausforderungen in unserer Zeit begegnet, nämlich dem Teil, der durch den administrativen Naturschutz abgedeckt wird. Sich allein darauf zu beschränken, ist jedoch von Nachteil. Macht man sich klar, dass wir hier in Mitteleuropa in einer menschgeprägten Kulturlandschaft mit jahrtausendelanger Tradition leben, dann fällt auf, dass bei den meisten Naturschutz- und Landschaftsprogrammen der wichtigste Faktor – der Mensch – ausgeklammert wird. Und wenn er doch eingebunden werden muss, um die vielen anthropogenen Biotope (Wiesen, Weiden, Äcker, Trockenrasen …) zu erhalten, dann wird er zum bezahlten Dienstleister degradiert.

 

Wie kann aber eine zukünftige Landschaftsentwicklung aussehen, die das kreative und Vielfalt fördernde Potenzial des Menschen – von uns Menschen – mit einbindet? Eine Landschaftsentwicklung, die auf Einsicht gründet und nicht auf Gesetzeszwang und Geldanreize reagiert? Die daran anknüpft, dass die enorme Vielfalt an Arten und Biotopen in Mitteleuropa durch die traditionelle Landbewirtschaftung erzeugt und erhalten wurde?

 

 

 

Um diese Zukunftsvision zu konkretisieren und erste Schritte zu tun, wird die Ausbildungsreihe „Ganzheitliche Konzepte zur Kulturlandschafts-Entwicklung“ angeboten. Ihre wichtigsten Gesichtspunkte sind, 

 

1. den Menschen wieder als „positiven“ ökologischen Faktor in den Mittelpunkt zu stellen und damit den Schwerpunkt explizit auf die Kulturlandschaft zu legen,


2. Potenziale in der Landschaft sehen zu lernen – also nicht wie üblich die übrig gebliebenen Reste der Vielfalt erfassen und verwalten, sondern auch die degenerierten Landschaftsbereiche mit in eine gesundende Entwicklung einzubinden und in die ganzheitlichen Konzepte einzubeziehen, 


3. und schließlich, um die ganzheitlichen Konzepte wirklich verstehen zu können, eine intensive Wahrnehmungsschulung der Vegetation einzuführen, weil das Verständnis für das Neue oft schon dadurch blockiert wird, dass unsere Wahrnehmung reduziert ist. Beispielsweise glaubt man wahrzunehmen, dass Pflanzen bestimmte Strategien und Mechanismen entwickelten, um irgendwelche Ziele zu erreichen. Da ist die Frage, ob wir das wirklich wahrnehmen oder ob uns da ein Filter vorgeschoben wird, der alles und jedes unter den uns so geläufigen Aspekten der marktwirtschaftlichen, technomorphen oder militärischen Denkformen sehen lässt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Seminar des Winterhalbjahres

 

19. - 20. Februar 2021     Konzepte und praktische Projekte zur ganzheitlichen Kulturlandschafts-Entwicklung

 

Seminar zusammen mit der "Angewandten Pflanzensoziologie". Hier geht es um praktisch umsetztbare Konzepte zur Kulturlandschafts-Entwicklung, wobei das Konzept der „10 Biotope“ eine zentrale Rolle spielt. Bereits laufende praktische Projekte, in denen das 10-Biotope-Konzept umgesetzt wird, werden ausführlich dargestellt. Das notwendige neue Berufsbild "Pflanzensoziologische Beratung für Landwirtschaft" wird vorgestellt und das neue Potenzial-Seminar wird theoretisch vorbereitet.

 

Zum Inhalt:

Potenzielle Kulturlandschafts-Vegetation

Die 10 Biotope als Kernpunkte der neuen Kulturlandschaft

Beispiele für praktische Projekte

Neues Berufsbild

Theoretische Vorarbeiten zu einem Potenzial-Seminar 2021

 

 

Download PDF Angewandte Teil 3

 

 


 

Veranstaltungen des Sommerhalbjahres